Stiftung Warentest: Vergleichstest Crashtest Hundeboxen fürs Auto

Die Stiftung Warentest testete in einem Vergleichtest / Crashtest 21 Hundesicherungen (Hundegeschirr, Hundeboxen – Plastikboxen, Stoffboxen, Drahtkäfige, Metallboxen) für das Auto. In den umfangreichen Tests schnitten bei der Hundesicherung vor allem die hochwertigen Hundeboxen aus Metall besser ab.

Stiftung Warentest: Testergebnisse Hundeboxen

Hinweis: Die vollständigen Testergebnisse für die einzelnen Produkte gibt es im oberen Link bzw. im Heft 2 / 2018. Der volle Artikel im Internet kostet 3 €.

Status Quo bei der Hundesicherung im Auto

Bei einem ungesicherten Hund kann bei einem abrupten Halt eine erhebliche Verletzungsgefahr für Hund und Mensch bestehen. Aufgrund der enormen Kräfte bei einem Aufprall kann ein ungesicherter Hund mit dem zigfachen seines Körpergewichts nach vorne schiessen kann und damit zum Geschoss werden.

wichtige Erkenntnisse aus früheren Crashtests:

  • Ein auf dem Rücksitz fahrender nicht genügend gesicherter Hund kann bei einem Aufprall auf die Vordersitze beim Fahrer / Beifahrer zu Verletzungen im Rücken- / Lendenbereich führen. Der Hund kann dabei auch erheblich verletzt werden.
  • Ungesicherte Hunde, die zudem auf der Hutablage sitzen, werden bei einem Aufprall zu Geschossen und können zu erheblichen Verletzungen für Mensch und Tier führen.

Vor gut 20 Jahren wies die Allianz darauf hin, dass rund 80 % der Tierhalter ihren Hund ungesichert auf dem Vorsitz bzw. der Rücksitzbank transportieren. Die heutigen Zahlen dürften hier deutlich niedriger liegen, da das Problembewußtsein bzgl. der Hundesicherung im Auto gestiegen ist. Zudem droht nun auch bei Hunden, die im Auto ungesichert frei laufen, ein Bußgeld von bis zu 80 € und 1 Punkt in Flensburg.

Zur Hundesicherung im Auto werden als Sicherungssysteme Hundegeschirre, Hundekäfige, faltbare bzw. klappbare Hundeboxen aus Stoff, Hundetransportboxen aus Kunststoff bzw. Metall sowie Hundegitter angeboten.

Wie erfolgte der Test bei den Hundeboxen Hundegeschirr ?

Beim Vergleichstest testete die Stiftung Warentest insg. 21 Hundesicherungen, davon 9 Metallboxen, 2 Stoffboxen, 2 Plastikboxen, 2 Drahtkäfige und 6 Hundegeschirre.

Für den Test entwickelten die Tester zwei 19 kg schwere Hundedummies (1x liegend, 1x stehend). Neben dem Crashtest bei 50 km/h wurden auch rasante Spurwechsel bei 70 km/h getestet sowie Fahrten über mit Schlaglöcher übersäten Waldwegen.

Die Sicherheit für Mensch und Tier wurde mit 50 %, die Eignung für den Hund bzw. Handhabung mit je 20 % und die Konstruktion / Verarbeitung mit 10 % gewichtet.

Kritikpunkte beim Test der Stiftung Warentest:

  • Dieser umfangreiche Test umfaßt Hundegeschirr bzw. Hundeboxen (faltbar bzw. klappbar aus Stoff, aus Kunststoff bzw. Metallboxen). In älteren Crashtests vom ADAC bzw. Allianz (siehe unten) wurde Hundegeschirr, Hundegitter bzw. Transportboxen aus Plastik getestet. Hundegitter (Trenngitter zwischen Vorderraum und Kofferraum) wurden bei der Stiftung Warentest nicht getestet.
  • Im Crashtest wurde nur die Hundesicherung auf einer Rückbank bzw. im Kofferraum getestet. Die vorderen Sitze wurden im Crashtest weggelassen. Bei einer Sicherung mit dem Hundegeschirr fliegt der Hund bei einem Crash in der Realität jedoch oftmals gegen den Vordersitz, der den Aufprall abmindert.

Insgesamt war der Vergleichstest der Stiftung Warentest jedoch wesentlich umfangreicher als frühere Tests.

Testergebnisse der Stiftung Warentest

Die ausführlichen Detailergebnisse für die einzelnen Produkte erhalten Sie, wenn Sie das Heft kaufen bzw. den vollständigen Internet-Artikel (siehe Link oben) freischalten.

Folgende Details sind jedoch bekannt geworden:

  • Die Hundegeschirr-Produkte schnitten am schlechtesten ab. Von den 6 Geschirren haben 4 den Crashbelastungen nicht standgehalten.
  • Bei einzelnen Stoffboxen riss der Stoff beim Aufprall. Dies führte dazu, dass die Hundedummies nach vorne flogen.
  • Die Drahtkäfige verbogen sich bei den Fahrmanöver bzw. beim Aufprall. Die scharfkantigen Ende sind ein Verletzungsrisiko für Hunde. Die Insassen sind beim Einsatz von Drahtkäfigen allerdings geschützt. Drahtkäfige sollte man nur im Kofferraum nutzen.
  • Die beiden Hundetransportboxen aus Kunststoff wurden im Kofferraum mit Spanngurten gesichert. Sie gingen zwar kaputt, sorgten jedoch dafür, dass die Hunde nicht nach vorne geschleudert wurden.
  • Am besten schnitten die hochwertigen Metallboxen ab. Diese Hundeboxen waren aber auch die teuersten getesteten Produkte. Sie kosteten zwischen ca. 210 und 675 €.
    • Ohne auf die Detailergebnisse einzugehen, weist auch die Überschrift beim Stiftung Warentest Artikel „Hundeboxen fürs Auto: Schon für 210 Euro sind Hunde gut geschützt“ sehr deutlich darauf hin, dass die hochwertigen Metallboxen im Vergleich zu anderen günstigeren Hundesicherungen besser abschnitten.
    • Generell sollte man hier die Metallbox so wählen, dass der Hund bei einem Crash nur einen geringen Beschleunigungsweg hat. Gleichzeitig sollte der Hund sich hinstellen, umdrehen bzw. hinlegen können.
  • Insgesamt wurden 6 von 21 Proukte mangelhaft bewertet..

Vergleich mit den früheren Testergebnissen aus dem ADAC- und Allianz-Crashtest:

Das generelle Testergebnis ist nicht überraschend. In vorangegangenen – allerdings schön älteren – Crashtests vom ADAC bzw. Allianz zeigte sich schon, dass ein ungesicherter Hund bei einem abrupten Stop zu einem Geschoss im Auto werden kann.

Bei den älteren ADAC- und Allianz-Crashtests wurde als Transportsicherung das Hundegeschirr, Trenngitter sowie die Hundebox (aus Plastik) getestet. Anmerkung: Zum damaligen Zeitpunkt wurden in beiden Crashtests keine Metallboxen getestet !

Das Hundegeschirr schnitt auch in den älteren Crashtests schlecht ab:

  • Beim ADAC-Crashtest hielt das Hundegeschirr mit einer einfachen Anbindung ebenfalls nicht aus und riss. Das Hundegeschirr mit einer doppelten Anbindung war für die ADAC-Tester damals akzeptabel und bedingt empfehlenswert. Ohne ausreichenden Schutz hätte dies zu Verletzungen im Rücken- / Lendenbereich beim Fahrer geführt.
  • Der damals beim Allianz-Test verwendete Hundegurt riss schon bei 1/10 der erforderlichen Rückhaltekraft. So gesicherte größere Tiere prallten dabei z.B. auf den Beifahrersitz. Der Sitz wurde durch den Aufprall so stark verformt, dass der Beifahrer auf dem Vordersitz mit schweren Verletzungen rechnen muß. Beim Fahrer hätte dies z.B. zu Verletzungen im Rückenbereich geführt.

Im Test der Stiftung Warentest wurde das Schutznetz bzw. Schutzgitter als Trennung zwischen Vorderraum und Kofferraum nicht getestet.

  • Der ältere Allianz-Crashtest ergab hier, dass selbst kleinere Hunde mühelos durch ein Schutznetz geschleudert werden. Selbst das Trenngitter (direkt hinter den Vordersitzen montiert) bot keinen wirksamen Schutz beim Crash.
  • Beim ADAC Crashtest wurde darauf hingewiesen, dass bei einer hohen Belastung eines Schutzgitters im oberen Bereich sich das Gitter lösen kann und der Hund dann in den Innenraum fliegt.

Ergebnisse von älteren Crashtests bei der Plastikbox:

  • Bei den beiden älteren Crashtests zerlegte sich die auf der Rücksitzbank mit Sicherheitsgurten gesicherte Plastikbox in ihre Bestandteile. Diese Testsituation wurde bei der Stiftung Warentest aufgrund der Plastikboxgröße nicht getestet.
  • damalige Empfehlungen:
    • Beim Allianz-Crashtest wurde empfohlen den Hund am besten im Kofferraum in einer Plastikbox zu transportieren.
    • Beim ADAC-Crashtest wurde damals das beste Ergebnis auch bei der Hundetransportbox aus Kunststoff erzielt.
      • kleine Plastikboxen: Eine seitliche Positionierung einer etwas kleineren Hundetransportbox aus Plastik im Rücksitz-Fußbereich (!!) direkt hinter den Vordersitzen wurde u.a. für kleinere Hunde / Katzen empfohlen. Da die Hundebox hier fast keine Bewegungsfreiheit hat, wurde diese Position als sicher und zuverlässig bewertet. Bei dieser Positionierung ist die Verletzungsgefahr für den kleinen Hund auch geringer.
      • große Plastikboxen: Der ADAC empfahl auch hier den Hund – wenn es möglich ist – im Kofferraum in einer Hundebox zu transportieren. Der Hund sollte dabei am besten dort in einer Plastikbox quer zur Fahrtrichtung transportiert werden.
  • Anmerkung: Bei der Einbeziehung einer Metallbox in beiden Tests wäre die damaligen Empfehlungen sicherlich anders ausgefallen.

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